Menschorientierte Führungskultur

Als ich 2006 das Thema Werteorientierung und Arbeitgeberkultur zum Beratungsschwerpunkt machte, war es noch nicht so relevant wie heute. Der Wandel im Arbeitsmarkt hat zu einem Umdenken geführt und wird von 3 Themen angetrieben: Die Digitalisierung verändert die Art der Arbeit. Gleichzeitig ist die Demografie „Stichwort Fachkräftemangel, Babyboomer gehen in Rente“ eine Wahnsinns-Herausforderung. Und der Arbeitsmarkt hat sich umgedreht – heute können sich gut ausgebildete Menschen aussuchen, bei wem sie arbeiten möchten. Und wie sie sich das vorstellen.

Nie war es so wichtig wie heute, Fachkräfte nicht nur zu gewinnen, sondern dann auch zu halten. Wenn ich mir so die aktuellen Stellenanzeigen anschaue, versucht ein Unternehmen das andere mit den angebotenen Benefits zu übertrumpfen. Dabei zählen immer noch am meisten die tatsächlich gelebten Werte wie Empathie, Wertschätzung und Berücksichtigung der Individualität und eben auch der Stärken des Einzelnen. Eine Kompetenz- oder Stärkenbasierte Personalstrategie bietet eben nicht nur vordefinierte Jobs, sondern versucht, die Teams mit komplementären Skills zu formen. Da kann es auch schon mal sein, dass eine Stelle geschaffen wird, die es vorher gar nicht gab. Weil der Mensch großartig zum Unternehmen passt.
Voraussetzung ist natürlich, dass die Unternehmen bzw. die Unternehmer, bereit sind für einen Kulturwandel. Am Ende zahlt es sich aus. Engagierte motivierte Mitarbeiter, die für ihren Job brennen und nicht alleine wegen des Geldes oder sonstiger Benefits den Arbeitgeber wechseln! Und das merkt man. Das merken die Kunden. Aber vor allem merkt man das im Miteinander. Das spüren dann auch die Bewerber, wenn sie solch ein Unternehmen und die Menschen kennenlernen.

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