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Die besondere Herausforderung meiner Generation

Erst neulich habe ich wieder einen Freund gesprochen, der wegen einer Umstrukturierung seinen Job als Marketingleiter verloren hat.  Er stellt sich, wie so viele jenseits der 50, die Frage, ob es noch reizvolle Stellenangebote für Führungskräfte in seinem Alter gibt. Wo seine langjährige Fachkompetenz und Lebenserfahrung gefragt ist.

Gerade im Marketing, in der Branche, die sich wahrscheinlich gerade besonders schnell wandelt, wird von allen digitales Know-How erwartet. Dabei kann heute kaum noch einer alle digitalen Themen beherrschen. Da gilt es eher, die richtigen Spezialisten zu kennen (und zu bekommen, was auch nicht gerade leicht ist).

Dabei haben wir den großen Vorteil, beide Welten zu kennen. Die digitale Welt von heute und die analoge von damals. Wo es noch kein Mobiltelefon gab und noch nicht an jedem Arbeitsplatz ein PC stand. So ziehe ich grundsätzlich die persönliche Kommunikation vor. Da höre und sehe ich direkt, was den anderen bewegt und was er vielleicht wirklich meint aber nicht in Worten ausdrückt. Diese zweite Ebene fehlt in der digitalen Kommunikation total. Emoticons sind nun mal vom Kopf gesteuert. Und kurze Whatsapp oder SMS Nachrichten bergen ungemein große Gefahren der Fehlinterpretation auf der anderen Seite.

Aber nochmal zurück zum Alter. Schon komisch. Da lese ich ständig was über das Marketing für die Generation 50+ und frage mich immer, ob die echt mich meinen? O.k. an der Lesebrille merke ich das Alter. Aber ansonsten?

Daher empfehle ich all denjenigen, die gerade an einem beruflichen Scheideweg stehen, die eigenen Werte und Vorstellungen nicht zurückzustellen, nur um wieder einen Job zu bekommen. Wir verbringen so viel Zeit beim Arbeiten – da soll es sich auch gut anfühlen und Spaß machen. Das Menschliche und das Inhaltliche. Warum sollen nur die Millenials Dinge hinterfragen und sich mehr Motivation als Geldverdienen alleine wünschen?